Sonntag, 18. Januar 2009

Ereignisreich und abenteuerlich (Teil 4)…

...geht nach längerer Pause endlich weiter. Tut mir leid, aber letzte Woche war dann jeden Abend irgendwas, dass ich nicht zum Schreiben kam und immer ganz froh war, wenn ich abends in meinem Bett lag. Aber heute geht's jetzt weiter - wo waren wir stehen geblieben? Ja genau, bei Franzis Geburtstag, der 8.1. und somit Tag 12 (wenn ich mich nihct mittlerweile verzählt habe). Es ging fast schon früh raus, weil wir erst nochmal nach Show Tickets schauen wollten, was dann aber doch nichts wurde und wir uns entschieden haben am Samstag in eine Show zu gehen. Für den heutigen Geburtstag stand Ice Box Canyon im Red Rock auf dem Programm (naja, um ehrlich zu sein hab ich ein bisschen rumgedruckst, dass ich nach was anderem abends zu ko zum Weggehen wäre. Wobei das jetzt auch wieder kein Spaziergang war). Der Canyon hat seinen Namen nihct von ungefähr, dort kommt keine Sonne hin und es lag zum Teil immer noch Schnee von vor Weihnachten und die Schmelzwasserseen waren zum Teil vereist. Für Franzi war es ein reines Kletterparadies, ich kam mir immer ein bisschen vor, als ob ich mich vor jemandem verstecken müsste, nachdem es über Stock und Stein ging und man viele STücke einfach in geduckter Haltung hintersich bringen musste. Wenn von Franzi und Niko ein "wie cool" kam, wusste ich genau, dass es gleich wieder ans Klettern oder Springen ging ;-). Der Canyon ist aber super, super schön und am Schluss wird man auch mit einem Wasserfall belohnt. Schön sind auch die glasklaren Schmelzwasserseen, die uns immer wieder auf unserem Weg begegnet sind.


Nach dem Hiken gab es für Franzi auch ihren Geburtstagskuchen (Cheesecake Factory). Die Käsekuchen sind extrem lecker, allerdings habe ich dort noch nie (selbst wenn der Hunger noch so groß war) ein ganzes Stück auf einmal geschafft. Wir haben dann einfach den Rest einpacken lassen ;-)
Frisch gestärkt vom Käsekuchen ging es zum Einkaufen (ich wollte abends kochen) und dann heim zum Kochen, ausruhen, und schick machen. Um zehn waren wir dann auf dem Weg ins TAO, das ist der Club im Venetian und sehr cool gemacht. Das Highlight ist bzw. war immer, dass dort am Ausgang Mädels nackt in Badewannen mit Blütenblättern liegen - das haben sie wohl geändert. Jetzt liegen sie niur noch in einer Badwanne im Club und zwei räkeln sich auf einem Bett... Allerdings würde die Musik um zwei so schlecht (irgendwie wechselte jedes Lied bereits nach 20 sec.), dass wir beschlossen wieder zu gehen. Man wird doch langsam alt (also die anderen beiden, ich hab ja noch ein paar Jährchen Zeit bis zum nächsten runden Geburtstag ;-))! Daheim gab es dann für jeden noch ein Häppchen zu essen, entweder kalten Nudelauflauf oder Käsekucehn oder Eis... und dann war schon Tag 13. An dem alles etwas langsamer begann aber mein Besuch kam, noch im Bett liegend, auf die Idee wieder in den Red Rock zu gehen und die letzte große Tour zu machen. Da ich mich aber schon seelisch und moralisch für Samstag darauf eingestellt hatte musste der Plan geändert werden ;-). Für Valley of Fire, was hier ganz in der Nähe ist, waren wir schon zu spät dran als beschlossen wir erst einmal zu Starbucks zu fahren, dann in das Hai Aquarium zu gehen, dann in die Kunstgallerie ins Bellagio und zum Abschluss noch in die Cheesecake Factory zum Abendessen (ja, die haben auch richtiges Essen). Gesagt, getan! Wir saßen dann erstmal bis drei bei Starbucks und sind dann erst ins Aquarium, was ich persönlich sehr interessant fand. Die Kunstgallerie im Bellagio war leider geschlossen, weil die momentan die Ausstellung änderen. Dafür haben wir dann dort die größte Schokofontäne der Welt angeschaut und dann noch zwei Runden Wasserspiele (toll, toll, toll - das hab ich vermisst). Danach ging es auf dem direktesten Weg zum Essen - nicht so wie der Weg vom Mandalay Bay zum Bellagio, wo ich mal mitten in die größte Baustelle von Vegas gefahren bin (da darf man eigentlich nicht hin ;-)). Nachdem wir 25 min auf unseren Tisch gewartet haben, gab es wahnsinnig große Portionen zu essen. Daheim haben wir uns dann noch gemütlich einen Film zum Einschlafen angeschaut. Am nächsten Tag stand viel auf dem Programm... Tag 14 ( und der für mich schlimmste Tag - in Teilen) Um zehn mussten wir wieder an diesem Ticketstand sein um für abends Karten zu bekommen. Wir haben uns, nachdem uns nichts anderes übrig blieb für Zumanity entschieden. Das ist die Erwachsenenshow von cirque du soleil - und soll was man so hört ziemlich gut sein). An diesem Kartenschalter standen wir dann ne ganze Weile, hatten dann die KArten in der Hand und mussten aber gleich ins New York, New York um die richtigen Plätze zu bekommen. Aller erledigt ging es los in den Red Rock. Für heute stand der Turtleheadpeak auf dem Programm. Das ist der anstrengendste Trail im Red Rock mit 600m Höhendifferenz auf 4km. Aber ICH wollte den unbedingt machen, nachdem meine ganze Arbeitsgruppe (Lothar jetzt fehlst nur noch du) schon oben war - da konnt ich mir das nicht nehmen lassen. Wenn ich gewusst hätte, was auf mcih zu kommt, hät ich es mir vielleicht nochmal anders überlegt...Der Weg (wenn man ihn als solchen benennen kann) bestand fast ausschließlich aus feinem losen Schotter, was nicht besonders angenehm ist und dann das ganze noch in steil bergauf. Wir stand öfters mal da und haben uns überlegt, ob wir noch richtig sind, aber wir kamen oben an. Der Blick von dort ist wahnsinn - ewig weit, über ganz Las Vegas bis zum Lake Mead. Dann ging es wieder runter und um ehrlich zu sein, das brauch ich nicht nochmal. Man ist nur am rutschen, kann sich nirgends richtig festhalten, nachdem die Steine alle super scharf sind, man weiß nie, ob man richtig ist und man muss aber runter. Für mich war es dann so schlimm, dass ich doch panisch wurde und meine Beine zwischenzeitlich so gezittert haben, dass ich dachte, ich kann keinen Meter mehr gehen. Aber wir sind dann doch irgendwann alle drei unten angekommen und ich meinte schon, dass wenn wir das als erstes gemacht hätten, ich den beiden auf keinen Berg gefolgt wäre.



Daheim und von allem erholt ging es zum Sushi essen und danach zu Zumanity. Aber vorher haben wir noch die chinesischen Wunschballons von Maike steigen lassen (vorher war es immer wegen dem starken Wind nicht möglich). Total klasse und wir haben auch keinen Ufoalarm ausgelöst ;-) DANKE MAIKE!

NAch leckeren Sushi war Showtime. Ich muss ja sagen, dass es nett war und die artistischen Eilagen waren auch super, aber die Amis haben schon ein komisch Verhältnis zu "Sinnlichkeit". War schon grenzwertig und ich (und ich glaube auch Franzi und NIko) waren sehr froh nicht in den vorderen Reihen zu sitzen. Das Publikum wurde nämlich in die Show mit einbezogen... Wieder daheim mussten die beiden dann doch mal packen, da der nächste Tag ABreisetag war. Tag 15 und der letzte begannen wir nihct wie sonst sehr oft bei Starbucks sonderen im MGM beim Frühstücksbuffet. Danach ging's an Flughafen und dann sind die beiden einfach in einen Flieger gestiegen und verschwunden... Ich möchte mich hiermit für zwei super schöne, aufregende, ereignisreiche und auch abenteuerliche Wochen bedanken. War froh euch hier zu haben und werde das Erlebte bestimmt nicht vergessen - freu mich schon euch im Februar zu sehen!!!
Ja, das war es jetzt mit Ereignisreich und abenteuerlich. Ich hoffe, ich hab euch nicht zu sehr gelangweilt bzw. alles richtig wieder gegeben und nichts vergessen. Morgen oder Dienstag geht es dann mit meinem "normalen" Leben in Vegas weiter. Ich sag jetzt nur so viel: ich hatte heute eine kurze Hose beim Wandern an :-)

Dienstag, 13. Januar 2009

Ereignisreich und abenteuerlich (Teil 3)…

...werden auch heute wieder Geschichten erzählt ;-). Teil drei und somit Tag 10 fängt aber weder ereignisreich noch abenteurlich an, sondern eher langweilig. Nach 5 Tagen ohne Außenweltanschluss musst ich mal meine sich stapelnden eMails abarbeiten und vor allem mich auch bei der Steuertante hier an der Uni melden. Da lief nämlich im alten Jahr noch so einiges schief und im neuen Jahr soll ja bekanntlich alles besser werden. Daher habe ich Niko und Franzi bei Starbucks abgeliefert und bin an meinen Schreibtisch. Allerdings wurde das Arbeiten schon schnell durch unser Mittagessen unterbrochen. Ich hatte nämlich Yufeng zum Dim Sum essen eingeladen, nachdem er uns so nett zur Autowerkstatt gefahren hat. Doug, unser einer Undergrade, hat sich uns dann auch noch angeschlossen und es ging zum leckersten Dim Sum Laden der Stadt. Dieses Mal ist dann Doug gefahren (wahrscheinlich hatte Yufeng sein Navi vergessen - ohne das findet er wahrscheinlich noch nicht mal heim ;-)). Nach 20 Minuten warten hatten wir unseren Tisch in Mitten lauter Chinesen. Es ist immer wieder interessant zu sehen was Chinesen so alles essen. Yufeng's Lieblingsgericht dort sich Hühnerfüße, nicht Hühnerbeine sondern Füße. Was bei uns als Abfall zählt ist bei denen ne Leckerei. Aber ich hab mich ja mittlerweile abgefunden, dass er komische Sachen bestellt und man muss ja auch nicht alles probieren. Was ich dieses Mal jedoch probiert hab ist Qualle und das war gar nicht so schlecht. Mal schauen, was das nächste Mal auf dem Speiseplan steht. Aber zurück zu meinem Besuch :-). Nach dem Essen ging's für die Zwei in die Outletmall und für mich wieder an den Schreibtisch. Abends bin ich dann dazu gestoßen und hab mal die über den Tag getätigten Einkäufe begutachtet. Nach der Outletmall ging's dann noch in die richtige Mall. Niko, ich würde sagen, du hast unseren vollen Respekt für's tapfere Durchhalten. Nach anstrengenden Einkäufen muss immer eine Stärkung her und somit habe ich die beiden in die wunderbare Welt der In'n Out Burger eingeführt *LECKER* (hmmm, das könnt ich eigentlich heut als Abendessen essen). An diesem Tag hab ich zwischenzeitlich mal immer wieder mit Stefan kommuniziert, da ja Franzis 30. Geburtstag vor der Tür stand und es gab ja ein Geschenk sich zu überlegen. Niko und ich hatten uns in einer ruhigen Minute ohne Franzi(was gar nicht so einfach war) eine Schneeschuhwanderung überlegt, für die wir Stefan und Lothar auch begeistern konnten. Allerdings wann sollten wir uns denn um den Gutschein kümmern? Franzi war ja immer da... Also haben wir uns überlegt, dass wenn Niko morgens aufwacht, er einfach in mein Zimmer kommt, mich aufweckt und wir den Gutschein machen. Geniale Überlegung, da Franzi ja eh schläft. Gesagt, getan, aber Franzi hat natürlich doch was mitbekommen ;-). Womit wir bei Tag 11 wären. Ich hatte an dem Tag endlich meinen Termin bei der Steuertante und habe Franzi und Niko wieder bei Starbucks abgeliefert (Sujitra hat schon immer gelacht wenn ich ins Büro kam und gefragt, bei welchem Starbucks die beiden denn diesmal sitzen würden). Im Büro konnt ich auch "heimlich" den Gutschein ausdrucken. Die beiden sind dann hier wieder aufgetaucht und es gab eine kleine Campus und Laborführung, danach ging es noch einmal in die Mall. Allerdings eine andere. Hier war auch das erste Ziel mal nach Showkarten für einen der folgenden Abende zu schauen. Aber es wär ja keine Mall, wenn wir nicht in diversen Geschäften hängen geblieben wären. Die Mall liegt auch genau gegenüber dem neusten Hotel "encore", das erst vor 2 Wochen eröffnet hat und somit haben wir uns das auch mal angeschaut. Abends waren wir mit Kyle und Sarah beim Mexicaner zum Abendessen und Kyle hat den Leuten dort gesteckt, dass es Franzis Geburtstag sei (war zwar ein Tag zu früh - aber egal) und dann sind die Kellner mit Instrumenten angerückt und habenn ihr ein Ständchen gesungen und es gab auch noch einen Nachtisch mit Kerze.
Danach ging's für uns drei noch ins Mandalay Bay in die Martini Bar und um ein paar Dollar zu verzocken. Allerdings saßen wir brav um kurz vor 12 im Auto auf dem Heimweg. Franzis Eltern haben dann noch im Auto angerufen und franzi war mit 3 Handys so busy, dass Niko und ich fast nicht zum Gratulieren kamen ;-). (Oh, bei der Heimfahrt fällt mir ein, dass ich den Tag davor mal wieder von der Polizei angehalten wurde, momentan fahr ich noch ohne Nummernschilder durch die Gegend und da wird man doch eher angehalten) Unsere ältere Dame wollte ja erst ihr Geschenk am nächsten Tag aber hat sich dann doch umentschieden...Ja, ja, die Entscheidungsfreude immer...
Hmmm, ich glaube, ich hör einen Burger rufen. Ich versprech, dass ich morgen die Serie "Ereignisreich und abenteuerlich..." abschließe und dann wieder zum Tagesgeschäft übergehe. Die Folge war jetzt wohl nicht so spannend aber morgen wird auch das wieder anders...

Montag, 12. Januar 2009

Ereignisreich und abenteuerlich (Teil 2)…

...geht's heute weiter. Wir waren bei Tag acht, an welchem "the Wave" auf dem Programm stand. Hierfür hatten wir ja schon zwei Tage vorher Permits ergattert. Nachdem wir etwas spät loskamen, was mit Sicherheit nicht an Niko sondern eher an Franzi und mir lag, machten wir uns mit unserem Chevy HHR (bekannterweise nur ein 2 Radantrieb) auf den Weg. Uns wurde ja 4 Radantrieb empfohlen, aber nachdem wir weder im Zion noch im Bryce Probleme hatten und dort jedes Mal auch 4 Radantrieb empfohlen war, haben wir uns gedacht, das wird schon. 30 Meilen von Kanab ging dann der feldweg ab, dem wir 8.5 Meilen folgen sollten und ehrlich zu sein, die Straße war eigentlich eine totale Eisschicht - aber wir probieren es trotzdem mal... Nach 2 Meilen sind wir kläglich gescheitert, die Reifen haben durchgedreht und es ging nicht mehr vorwärts und nicht mehr rückwärts. Also Niko raus aus dem Auto und schieben. Nachdem das Auto wieder frei war, war der Plan rückwärts die 2 Meilen zu fahren. Naja, nach der Hälfte hat das Auto aber beschlossen sich selbst zu drehen...Was nun, wir konnten ja schlecht die 8 Meilen zum Parkplatz laufen, dann nochmal 6 Meilen zur Wave und zurück und dann die 8 Meilen wieder zum Auto. Ein neuer Plan musste her: 40 Meilen nach Page und dort versuchen einen anderen Wagen zu bekommen. Hertz sei Dank ging es dann, nun schon nach 12, mit einem 4 Radantrieb wieder zurück zum Feldweg. Dieses Mal durfte nun ich mein Glück mit dem Fahren auf Eis probieren und ich muss sagen, wenn ich nicht gewusst hätte, wie glatt es ist, wär es mir nicht aufgefallen - schon toll so ein Auto. Wir passierten ohne Probleme unser 2 Meilen Hindernis und es lief alles super, bis auf einmal ein Jeep verdammt schnell uns entgegen kam. Er in den Graben, ich in den Graben und es war noch ungefähr 10cm zwischen en Motorhauben. Gott sei Dank ist nichts passiert und ich hatte meinen Adrinalienstoß für den Tag.

Wieder aus dem Graben und vom Schock erholt kamen wir am Parkplatz an und es ging mit schnellem Schritt auf zu the Wave. Der schnelle Schritt war von Nöten, da wir noch im Hellen wieder zurück zum Auto wollten. Die meisten für diesen Tag kamen grad zurück bzw. begegneten uns schon ziemlich bald. Franzi war schon mal dort und bezeichnete den Weg als total einfach. Ich hätte es mittlerweile ja besser wissen sollen... Aber es hat sich auch hier wieder gelohnt. The Wave ist wunderschön, allerdings ohne Schnee wahrscheinlich noch schöner. Ich hätte dort Stunden sitzen können und in die Weite schauen, wenn es nicht kalt gewesen wäre.



Wir kamen dann noch im Hellen zurück und sind wieder zurück nach Page gefahren. Dort haben wir den Abend bei KFC ausklingen lassen, weil leider alles andere zu hatte (wir haben uns echt ne schlechte Reisezeit ausgesucht). Tag neun war eigentlich als Rückreisetag bzw. schon wieder in Vegas Tag geplant. Allerdings haben wir bei unserer Mietwagen-Such-Aktion in Page gesehen, dass es in dieser Jahreszeit doch geführte Touren in den Antilopie Canyon (da wollte Franzi unbedingt hin)gibt und wir haben gleich eine gebucht. Antilpoie ist ein Slotcanyon, zu dem man alleine gar nicht hin darf, sondern nur mit gebuchten Touren. Und es hat sich sowas von gelohnt dort hinzufahren. Um ehrlich zu sein, fand ich den Canyon noch beeindruckender als the Wave. Im Sommer muss es super sein, wenn ein Lichtkegel durch den Canyon auf den Boden fällt.


Danach ging es zurück nach Vegas, da wir um 15 Uhr den Mietwagen abgeben mussten. Daheim ging dann die Abendplanung weiter: Thaiessen und dann Kino: nur welcher Film? Der Thaiplace ist zwar in einer furchtbaren Gegend von Las Vegas und als ich das erste Mal mit Yufeng und Sujitra dort war hatte ich auch Angst dort nicht lebend wieder weg zu kommen, aber das Essen ist super lecker. Der Film, wir haben uns dann für "The Curious Case of Benjamin Button" entschieden, war auch sehr gut. Bekommt von mir Prädikat "sehenswert"!
So, jetzt ist es schon halb neun und ich sitz immer noch an der Uni, daher geht's morgen mit Teil drei weiter... ;-)

Sonntag, 11. Januar 2009

Ereignisreich und abenteuerlich (Teil 1)…



…ist eine gute Beschreibung für die letzten beiden Wochen (und ich glaube, das wird ein langer, langer Blogeintrag - Niko hätte nämlich gerne ein Reisetagebuch, damit man in 10 Jahren noch weiß, was passiert ist ;-)). Aber bevor ich anfange zu erzählen wünsche ich euch allen ein gutes neues Jahr!

Vor zwei Wochen an einem wunderschönen Sonntag, den ich in der Sonne bei Starbucks begann, hatte sich bei mir Besuch angemeldet. Franzi und Niko wollten für zwei Wochen bei mir „einziehen“. Da stand ich dann am Flughafen mit meinem Schild – damit ich sie ja nicht verpasse – und was ist passiert, wir haben uns verpasst (Irgendwie läuft bei mir und dem Abholen von Leuten am Flughafen in letzter Zeit immer was schief – sollte das an mir liegen?!). Gut, dass der Flughafen in Las Vegas nicht so groß ist, Franzi auch Lothars amerikanisches Handy dabei hatte und die zwei auf mich angewiesen waren (hihi) und ich sie somit gefunden habe und einladen konnte. Bevor es zu einer kleinen Streiffahrt über den Strip ging haben wir einen kleinen Abstecher bei mir daheim zum Koffer ausladen haben die beiden haben sich gleich mal mit Kaiser und Sammy angefreundet. Allerdings das Spielen und Toben mit den beiden ist nicht nur Franzi und Niko sondern auch mit in dieser Nacht zum Verhängnis geworden, weil Kaiser beschlossen hatte, er will die ganze Nacht spielen und somit immer jaulend vor unseren Türen stand. D.h. wenig Schlaf für alle!

Der zweite Tag begann ganz harmlos und es konnte sich noch nicht abzeichnen, was der Tag am Ende für eine Wendung nehmen würde. Ein kleiner Abstecher in die Outletmall (damit Niko schicke Schuhe zum Weggehen bekommt), dann ein bisschen in den Red Rock Canyon und dann abends genüsslich noch was Trinken gehen fanden wir einen guten Plan. Die Outletmall war erfolgreich, im Red Rock war tolles Wetter (und wahnsinnig viel los) und dann fing das Abenteuer an. Auf dem Weg aus dem Red Rock meinte ich auf einmal, dass mein Auto qualmen würde und tatsächlich war der der Deckel am Kühler locker. Niko hat das ganz professionell behoben und wir sind weitergefahren, allerdings nicht lange. An den ersten Häusern von Las Vegas ging die Temperaturanzeige auf Anschlag und ich wurde nervös. Unsere naive Annahme war, dass einfach Kühlerflüssigkeit rausgelaufen war und jetzt zu wenig drin ist – war auch gar nicht so schlecht. Naja, das Ende des Lieds war, dass ich bei AAA (das ist der ADAC hier und die Mitgliedschaft hatte ich 10 Tage vorher mit meiner Autoversicherung abgeschlossen) angerufen habe, die kamen und uns in die nächste Autowerkstatt abgeschleppt haben. Dort wurde mir erklärt, dass das Gewinde am Kühler, das den Deckel festhält wohl einen kleinen Sprung hätte, was nichts Schlimmes ist, allerdings musste der ganze Kühler deshalb ausgetauscht werden und das Teil könnten sie erst am nächsten Morgen besorgen. Damit hatte sich das super günstige Auto in ein noch im Budget Auto entwickelt, unsere Abendpläne waren dahin und wir standen 40 km von meiner Haustür weg. Clemens war so lieb und an der Werkstatt abzuholen und heim zu bringen und Yufeng war so nett uns am nächsten Mittag wieder hin zu fahren. Womit wir bei Tag drei wären. Nachdem das Auto wieder fit war (und ich wieder bei ganz guter Laune) ging’s auf in den Red Rock zum Wandern. Für unseren ersten Hike hatten wir uns den Keystone Thrust Trail ausgesucht. Wobei ich hier schon feststellen musste, dass für die beiden einfach gleichgesetzt mit langweilig ist („boring“ ist nach diesen zwei Wochen zu Franzis Lieblingswort geworden) und wir daher noch ein ganzes Stück weiter gelaufen bzw. gestiegen sind. Da für mich, seitdem ich hier bin, Bewegung eher zum Fremdwort wurde, war das schon recht anstrengend – aber man schlägt sich ja tapfer und es sollte sich zeigen, dass zu dem was noch kam, das ganze ein Spaziergang war…
Für abends standen wir zwar auf der Gästeliste eines Clubs, aber nach einem Spaziergang mit den Hunden, Käsespätzle und dam Planen unseres kleinen Roadtrips hat das Sofa doch mehr gezogen als noch mal aufpretzeln und weggehen.

Tag vier und somit Silvester:

Am Vormittag stand Hoover Dam auf dem Programm. Bei strahlendem Sonnenschein (habe ich das schon erwähnt? Das Wetter hier hat sich die letzten zwei Wochen von seiner besten Seite präsentiert) sind wir zu dem Staudamm gefahren, der den Colorado River staut und auch gleichzeitig Grenze zwischen Arizona und Nevada ist (da kann man auch schön über die Zeitgrenze hüpfen, da Arizona +1h zu Nevada ist). Sehr cool ist das Brückenkonstrukt, das sie gerade über den Canyon bauen, um den Hoover Dam zu entlasten – ich hoffe, man kann es auf dem Bild erkennen.
Wieder zurück haben wir langsam unseren Plan für den Abend verfeinert: Um sieben mit dem Auto los zum Buffetessen im Bellagio, dann um zwölf auf den Strip zum Feuerwerk anschauen, dann noch in einen Club oder eine Bar und dann mit dem Taxi heim. Aber wie das mit unseren Plänen so war, es hat nicht ganz so funktioniert. Wir sind schon später losgekommen und dann hatten sie den Strip schon komplett für Autos gesperrt und wir mussten schauen, in welches Hotel wir zum Parken kommen und gleichzeitig nahe am Bellagio sind, damit wir nicht zu lange laufen müssen. Im dritten Parkhaus hatten wir Glück und durften ohne Zimmer in diesem Hotel oder Tickets für irgendwas darin parken. Das Silvesterbuffet im Bellagio war sehr lecker und beinhaltete Hummerschwänze all you can eat und Champagne all you can drink. Naja, da lässt man sich das Glas doch gerne nachschenken.


Als wir nach dem Essen wieder auf dem Strip kamen waren da Unmengen von Menschen und wir mussten uns erstmal durchkämpfen, dass wir wenigstens ein Bier zum Anstoßen um zwölf bekamen. Um zwölf kam dann die ganz große Enttäuschung – es gab kein Feuerwerk (nur ganz am Ende vom Strip ein ganz Kleines) – die Hotels hatten beschlossen dieses Jahr das Feuerwerk ein zu sparen. Super! Wenn ich einmal zu Silvester in Vegas bin! Nach Mitternacht hatten die Hotels erstmal dicht gemacht und es durften nur Leute mit Zimmerschüssel oder Reservierungen rein (das hatten wir an dem Abend doch schon einmal). Wir sind ja geduldige Menschen und ne halbe Stunde später sind wir im Caesars Palace eingelaufen und haben uns es in der Shadow Bar bequem gemacht. Niko hat dort die teuersten Cocktails seines Lebensgekauft (siehe Bild) und Franzi hat „hart erarbeitete“ Cocktails umsonst besorgt (danke – Niko und ich wissen es zu schätzen) und es war dann doch recht früh, als wir raus sind und uns ging es recht gut… Das hat sich dann am nächsten Morgen bzw. Mittag bemerkbar gemacht, mir ging es da nämlich gar nicht mehr gut und unseren Plan, um drei den Mietwagen für unseren Roadtrip zu holen war auch wieder dahin. Um 18Uhr ging es dann mit gepackten Sachen und einer kaputten Moni los nach Utah. Kanab war unser Ziel (im Winter eine verlassene Kleinstadt, die man eher als Dorf bezeichnen würde – ohne Handyempfang), da dort am nächsten Morgen um neun die heiß begehrten Genehmigungen für „the Wave“ vergeben werden. The Wave ist eine Gesteinsformation, die wie der Name schon sagt, wie eine Welle aussieht und dort dürfen täglich nur 20 Personen hin. 10 Karten werden bereits drei Monate im Voraus online verlost und die anderen 10 werden vor Ort verlost. An diesem Freitag wurden die Permits für Samstag, Sonntag uund Montag vergeben und wir haben drei für Sonntag bekommen. Die Dame in dem Office hat schon gemeint, dass die 8 Meilen Feldweg, die zum Parkplatz führen, total verschneit wären und dass doch ein Vierradantrieb angebracht wäre – wir haben uns gedacht, wird schon nicht so schlimm sein…hmmm….

Nachdem wir die Genehmigungen hatten haben wir uns auf den Weg zum Zion National Park gemacht, der ganz in der Nähe von Kanab ist. Dort hieß es auch gleich, dass die Straßen icy wären und doch Vierradantrieb angebracht wäre, aber es ging auch sehr gut nur mit Winterreifen. Das von Niko erklärte Ziel war Angels Landing, mit der anstrengendste Hike im Zion, da über 4 km steil bergauf geht (eine Höhendifferenz von 453m). Naja, wo quält man sich nicht alles für einen schönen Ausblick hoch (und meine Tasche hab ich auch tapfer hochgeschleppt ;-)). Allerdings ich habe die letzten 800m verweigert, da der Weg bis dahin schon verschneit und vereist war und das letzte Stück so rutschig war und ich mir dachte, dass ich gerne noch ein bisschen leben würde… Niko und Franzi sind unbeeindruckt von den Bedingungen weiter und ich hab mich auf einen Felsen in die Sonne gesetzt und gewartet. Was mir die Zeit sehr versüßt hat waren die vielen Leute, die sich an dem Stück, an dem ich gescheitert bin, versucht haben und auch gescheitert sind bzw. die, die wieder zurückkamen und auf allen Vieren oder dem Hintern runterkamen. Somit hatte ich auch meinen Spaß.


Wieder am Auto haben wir überlegt, ob wir am Samstag nochmal im Zion wandern gehen oder dann doch weiterfahren in den Bryce Canyon National Park, der bei Schnee sehr beeindruckend sein soll. Dafür haben wir uns auch entschieden und sind 60 Meilen zur nächsten „Kleinstadt“ gefahren und haben uns dort ein Zimmer gesucht. Nach der größten und fettesten Pizza, die ich je in meinem Leben gegessen habe wollten wir uns die Bilder des Tages anschauen. Allerdings Nikos Kamera war verschwunden. Nachdem wir alles abgesucht hatten, hatte Niko die Vermutung, dass sie ihm beim Aussteigen aus dem Auto aus rausgefallen sein könnte und ist noch mal die Orte abgegangen – Fehlanzeige. Dann gab es nur noch eine Möglichkeit. Wir haben 40 Meilen vorher getankt. Also ab ins Auto 40 Meilen fahren, keine Kamera und wieder zurück. Auf dem Weg zur Tankstelle meinte Franzi noch, ob jemand mal im Müll nachgeschaut hatte (wer schaut schon in den Müll) und tatsächlich, als wir zurückkamen lag die Kamera im Mülleimer. Das bizarre daran ist, dass Niko selbst noch Müll auf die Kamera geschmissen hat…Das Wichtigste war aber, dass die Kamera wieder da war und man konnte Niko richtig ansehen, dass ihm ein großer Stein vom Herzen gefallen ist.

Tag sieben im Bryce Canyon verlief ohne Probleme. Ich muss sagen, es war echt super schön, zwar hatte es in der Nacht geschneit, es hatte Minusgrade und wir waren auf fast 3000m Höhe, aber den Canyon bei Schnee zu sehen hat für das Wetter entschädigt und wir hatten ja ab Mittag wieder Sonnenschein. Ich glaube auch, dass die Bilder für sich sprechen.






Abends sind wir dann wieder nach Kanab gefahren, um für den nächsten Morgen eine gute Startposition zu haben. Wir hatten uns eigentlich eine andere Straße zum Zurückfahren rausgesucht und haben nur noch vorsichtshalber einen Ranger gefragt, wie die Straßenbedingungen sind. Als Franzi nur ansetzte zu fragen meinte der Ranger nur „NO“. Manchmal ist es doch gut zu fragen. Also sind wir den ganz normalen Weg zurückgefahren und haben uns ein leckeres Steak zum Abendessen gegönnt.

So, jetzt ist die erste Woche rum und irgendwie hab ich schon ziemlich viel geschrieben und langsam beschwert sich mein Magen, dass ich ihn vernachlässige. Daher gibt’s die zweite Woche morgen und da war der erste Tag gleich sehr abenteuerlich…bis morgen!